Hubert Geurts

Ich bin in einer Großfamilie in der niederrheinischen Stadt Kevelaer aufgewachsen. Bei fünf Geschwistern, einer Oma, einer Großtante und natürlich meinen Eltern war immer Leben im Haus.

Als Schüler hielt ich die Schule für überflüssig. Ein Erlebnis aus der Schule ist mir in guter Erinnerung. Wir sollten einen Aufsatz über unsere beruflichen Vorstellungen schreiben. Ich war mir unsicher, welchen Beruf ich anstreben sollte und schrieb deshalb: „Ich möchte einen Beruf haben, in dem ich mein Leben lang lernen kann.“ Heute kann ich sagen, dass mir dies gelungen ist.

 

Vom Kaufmann zur Paartherapie

Ich absolvierte eine kaufmännische Lehre. Danach holte ich das Abitur auf dem zweiten Bildungsweg nach. Dann folgte das Studium der Sozialpädagogik, was ich schon bald für eine Fehlentscheidung hielt. Der Besuch einer Vorlesung zur Familientherapie änderte meine Meinung schlagartig: Jetzt wollte ich Paar- und Familientherapeut werden. Hochmotiviert absolvierte ich neben dem Studium eine dreijährige Zusatzausbildung in Familien- und Paartherapie. Nach dem Studium arbeitete ich in einem Jugendamt, war sehr engagiert und wollte etwas bewegen. Die Lust an der Arbeit verging mir jedoch schnell, denn bald musste ich feststellen, wie klein der Handlungsspielraum in einer Behörde ist. Deshalb ging ich in die freie Wirtschaft und lehrte Führungs- und Verkaufspsychologie in Verbindung mit Familientherapie.

Diese Arbeit machte mir große Freude, bis ich auch hier an Grenzen stieß und daher den Sprung in die Selbstständigkeit wagte. Neben der gewonnenen beruflichen Freiheit hatte ich nun auch mehr Zeit für meine Tochter.

 

Was ist uns wichtig im Leben?

Meine Überzeugung ist: Wir sollten unser Leben groß, stark und lebendig machen. Eine stabile, erfüllte Partnerschaft ist ein wichtiger Teil eines großen, starken und lebendigen Lebens. Deshalb bin ich der Paartherapie inzwischen seit über 25 Jahren treu geblieben. Verfeinert haben sich lediglich die Methoden:

Im Rahmen meiner Ausbildungen sammelte ich Erfahrungen in Körpertherapie, Kinesiologie und Pädagogischer Psychotherapie. Eine ganz neue Sichtweise der Paartherapie und aller meiner Beratungen lernte ich aber mit dem IGing kennen: Diese über 3000 Jahre alte chinesische Lehre, die auf dem Zusammenspiel von Yin und Yang beruht, beinhaltet unter anderem eine Charakterisierung von acht verschiedenen Grundpersönlichkeiten. Diese sind vor allem in der Paartherapie, aber genauso bei der Beratung von Einzelpersonen, Familien oder in Unternehmen, ein wunderbares Hilfsmittel. Insgesamt hat das IGing meine Arbeitsweise dahingehend beeinflusst, dass es für mich in meiner Arbeit ständig präsent ist.

Persönlicher Kontakt: geurts@hubertgeurts.de